Periorale Dermatitis – Nulltherapie in Bildern

Ich schreibe diesen Beitrag nur für die Leute, welche ebenfalls POD (Periorale Dermatitis) haben und eine Nulltherapie angehen wollen oder dabei sind. Leider findet man online keine Bilder oder exakten Angaben was einen erwartet. Wie lange dauert es, wie läuft das Krankheitsbild ab. Hier schon einmal die Fotos dazu:

Erst kurz zu meiner Krankenvorgeschichte:
Um meine Augen (deshalb ist es bei mir eigentlich eine Periokuläre Dermatitis) tauchten im Frühjahr 2017 auf einmal Rötungen, Pusteln / Papeln und Pickelchen auf. Wie in der Pubertät. Besonders in den Augenwinkeln wurde die Sache immer trockener und schlimmer. Dabei nutze ich seit Jahren extra neutrale Cremes. In meinem Fall die INSANA Tagescreme mit 5% Urea von Rossmann.

Also ging es zum Hautarzt, wo POD diagnostiziert wurde und noch nach dem Auslöser gesucht wurde. Streß, ein neues Duschgel, ein neues Deo etc. Der Allergietest für 200.-€ brachte nichts Neues.
Dazu wurde eine Metronidazol Creme verschrieben. Leider musste ich diese nach 48h absetzen, da es nicht auszuhalten war. (hatte mit dem Wirkstoff schon einmal Probleme gehabt) Habe dann ein Hydrocortison für 3-4 Tage verschrieben bekommen, welches auch ein wenig half. Habe beim Ausschleichen (Absetzen) dann wieder meine Fettcreme benutzt. Man will dem Auge ja was Gutes tun. (Fehler!)

Am Ende habe ich meine Advantan mit Methylprednisolonaceponat (starkes Cortision – noch größerer Fehler) verwendet, da mir diese Creme 2009 schon einmal geholfen hat. Die Rötungen gingen auch sehr schnell weg und auch die Pickelchen verschwanden. Beim Absetzen / Ausschleichen habe ich wieder meine alte, neutrale Fettcreme benutzt. (dummer Fehler)

Nach 3-4 Monaten Eincremen, Ausschleichen, wieder Probleme bekommen, wieder Cremen usw. habe ich mich endlich selbst eingelesen, was diese POD denn überhaupt ist und wieso die Haut auf einmal Amok läuft:
Es war wohl die Überpflege mit der Fettcreme. Mir wurde zwar beim Arzt gesagt, dass ich die Creme „erstmal“ weglassen soll, aber dass diese eventuell der Übeltäter ist, wurde nicht erwähnt. Und ich hatte Streß, Zucker, Milch, Deo, Duschgel und alles mögliche im Verdacht und habe auch alles testhalber wochenlang verzichtet.

Nun zu der Nulltherapie:
Je länger Ihr mit irgendwelchen Cremes herumgedoktert habt, umso schlimmer wird diese. Die ersten 72h sind die Hölle und man glaut nicht, dass es besser werden kann. Nulltherapie heißt Nulltherapie. Keine Cremes oder Make-Up oder sonstige Tinkturen auftragen. Kaltes Wasser zur Kühlung (der betroffene Bereich brennt am Anfang extrem), Umschläge / Pads mit Schwarzteesud und Nachtkerzenöl (in meinem Fall mit Weihrauch und UREA) sind die einzigen Helfer, welche mich unterstützen durften.

Hier ein grober Ablauf, was Euch erwartet, sobald die aktuellen Cremes abgesetzt wurden:

– 24-48h: Kaum Veränderung. Ein paar alt bekannte Rötungen treten auf
– 48-96h: Die Hölle. Es juckt, brennt, schwillt massiv an. Dank dem Cortison war es extra schlimm. Selbst schuld.
– nach Woche 1 Schwellungen sind weg, man ist es gewohnt, dass einen alle etwas komisch ansehen. Im Sommer hilft eine Sonnenbrille. Bei mir im November schlecht machbar
– nach Woche 2 die ersten Verbesserungen. Siehe Foto. Aber richtig gut sieht das noch lange nicht aus. Brennen und Jucken gegen Null
– nach Woche 3 kommen ab und noch 1-2 Pickelchen, Hautbild wird aber besser. Nur die Augenlider spannen und sind trocken.
– nach Woche 5-6 sehen die Augen fast wieder normal aus.