Knigge ist out. Der lebte vor über 200 Jahren und hat Verhaltensregeln für damals entworfen. Sieht man alleine schon an den verschiedenen Kapiteln:

Über den Umgang mit Kindern, Über den Umgang mit Ärzten, Über den Umgang mit Jähzornigen, Über den Umgang mit Schurken und nicht zuletzt Über den Umgang mit sich selbst deutlich wird.

Heute sind Kinder meistens vor dem Besuch der Super-Nanny jähzornig und Ärzte Schurken, wenn sie Leistungen abrechnen, die gar nicht erbracht wurden.

Deshalb gibt es für das Web 2.0 auch den Knigge 2.0.
101 Leitlinien für die neue digitale Welt – herausgegeben von der Telekom.

Einige kann ich nur unterstreichen. Hier meine wichtigsten Regeln, welche sich einige wirklich verinnerlichen sollten:

  • Das Schicken von großen Dateianhängen ist wie Reisen mit Übergepäck. Es bremst und blockiert gerne das System.
  • Beim ersten Kontakt sollte eine korrekte Anrede und Grußformel verwendet werden. Danach gerne lockerer formulieren.
  • e-mails die in kleinbuchstaben, und mit falscher zeichensetzung verfasst sind lassen dich ungebildet oder, faul erscheinen
  • Abwesenheitsmitteilungen sind nützlich, weil sie Erwartungen klarstellen. Halte sie kurz und gib für wichtige Anliegen eine weitere Kontaktmöglichkeit an.
  • Solltest Du Dein Büro mit anderen teilen, bedenke Deine Lautstärke beim Tippen. Es gilt dabei nicht ein Maschinengewehr zu imitieren.
  • Melde Dich mit Deinem vollständigen Namen, wenn Dich ein unbekannter Teilnehmer anruft.
  • Schlage nicht auf Telefone, Computerbildschirme oder Fotokopierer ein. Wenn sie nicht funktionieren‚ kann dies nur auf menschliches Versagen zurück zu führen sein.
  • Schalte Dein Handy bei Beerdigungen, Hochzeiten, Yogakursen und überall dort aus, wo es unangebracht wäre, ein schreiendes Kind mitzubringen.

Welche haltet Ihr für angebracht?
Was sind die „Does and Don’ts“?