Geschäftesterben in Kitzingen

Nur eine kleine Randnotiz zum Jahreswechsel:
Im Dezember haben drei Geschäfte bei uns in der Nähe die Segel gestrichen bzw. für immer geschlossen.

In der Falterstraße machte unser Mitbewerber City-Talk zu. Es lohnt sich wohl nicht mehr Handyverträge unter die Leute zu bringen. Kann ich so zwar nicht bestätigen, aber wir haben relativ viele T-Mobile Geschäftskunden, wo es mehr um Qualität und Service ankommt als um das günstigste Sparangebot mit Playstation und Mikrowelle zum Handyvertrag.

Etwas weiter unten schloß nach ca. 10 Jahren der Kiliansbäck. Laut Aussage einer Verkäuferin war der Weggang der Postfiliale (welche jetzt vorne am Eck bei der Stadtbücherei zuhause ist) der erste Todesstoß für die Bäckerei, welche von der üblichen Laufkundschaft lebt. Danach kam das Rauchverbot, weshalb die Stammkundschaft statt drei Kaffee nur noch einen zu sich nahm oder gleich in den tükrisch-deutschen Kulturverein abwanderte. Dürfte Biffo freuen 🙂
Auch die Bäckerei Stang und Köberlein in der Siedlung schließen – teils altersbedingt, teils aus geschäftlichen Gründen. In jedem Discounter bekommt man seine Bröchten und der DriveIn vom Kiliansbäck generiert seinen Umsatz ja auch nicht aus dem Nichts.

Der dritte im Bunde ist der ehemalige Mischiol bzw. Büro Holtz, welcher Kopierer, GPS-Tracker und Drucker verkauft. Da viele Kitzinger Firma und Behörden teilweise lieber online kaufen kann man sich die teure Miete in der Innenstadt wohl sparen und agiert nun in der Buchbrunner Straße.

Mal sehen wer als nächstes aufgibt.
Wir sind es sicher nicht, soviel kann ich schonmal sagen 😉


holtz.
kiliansbaeck

Beitrag erstellt 1995

Ein Gedanke zu „Geschäftesterben in Kitzingen

  1. Schade für die Kitzinger Innenstadt!
    Leider werden seit ca. 5 Jahren die leerstehenden Läden entweder gar nicht oder nur mit Ramschläden u.s.w. gefüllt. Unsere ” Stadtväter” sollten öfter mal mit wirklich offenen Augen durch Kitzingen und sich an ihrer eigenen Nase zupfen, denn die sind durch ihre Ansiedlungspolitik
    der letzten 20 Jahre nicht schuldlos an der ganzen Sache. Denn warum soll jemand noch in die Innenstadt, wenn er auf der grünen Wiese alles kriegt.
    Da hat dann auch kein Kaufmann Lust ein Geschäft in Kitzingen “City” zu eröffnen.
    Und das Bäckersterben ist schon sehr traurig, denn über kurz oder lang kriegt man dann überall nur noch den gleichen Mist.

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