Nov 13

Der Mongolengrill aus dem Würzburger Gewerbegebiet Decathlon / BMW Rhein / Seelgroß Selgros ist dem ein oder anderen sicher schon bekannt.
Derselbe Inhaber hat nun nach Kitzingen expandiert und vor ca. 2 Wochen in der Panzerstraße 1 am Kreisverkehr Richtung Mainbernheim – Rödelsee ein neues Restaurant eröffnet.

Die 280 Sitzplätze klingen erst einmal viel, hätten aber am heutigen Sonntag kaum ausgereicht. Zum Parken musste man Richtung Kiliansbäck Drive-In ausweichen und es war die Hölle los. Trotzdem wurde man aber sehr schnell und freundlich bedient.

Das Prinzip ist eigentlich relativ einfach wie auch genial:
Entweder wählt man Buffet für 7,90€ (mittags Mo. – Sa.) bzw. 14,80€ (abends und am Sonntag) oder eben eine der normalen Speisen von der Karte. Allerdings rechnet sich das Buffet so gut wie immer – wieso erkläre ich gleich.
Wie bei einem Mongolengrill üblich werden die Speisen wenn gewünscht auch frisch für einen zubereitet.

Zum Essen:
Seine Getränke bestellt man normal bei einer Bedienung, Buffet holt man sich logischerweise selbst. Ob Suppe, Sushi, Salat, Hähnchensticks, fritiertes Schweinefleisch, Kalamari – es gibt ca. 40 Behälter mit lauter Leckereien, welche man sich nur noch nehmen muss.
Wer sich aber lieber selbst etwas zusammenstellt, der kann Känguruhfleisch mit Haifisch und grünem Spargel kombinieren oder ein Rinderfilter und Champignons wählen. Alle ca. 30 Zutaten kann man frei wählen und gibt diese zusammen mit einer Nummern-Tischklammer dem Koch am Grill. Nach der Grillung bringt ein Kellner das selbst zusammengestellte Menü an den Tisch.

Wem das noch nicht genug ist – Nachtisch wie fritierte Ananas oder Äpfel, gibt es neben Eis, Torte, Wackelpudding oder Melone ebenfalls.
Wer also gerne von allem etwas isst….für den lohnt sich das Buffet immer.

Zum Ambiente:
Der Mongolengrill ist kein gemütlicher kleiner Asiate, wo man die heißen Stövchen mit seinem Essen auf dem Tisch stehen hat und sich von dort bedient.
Wir reden vom Prinzip “schnell, viel, günstig”. Es gibt kaum Raumteiler, relativ eng zusammenstehende Stühle und fehlende Garderrobe (bzw. zu kleine) sorgen für viel Lautstärke und Unruhe. Wenn man aber in einem Eck / Rand sitzt, hat man halbwegs seine Ruhe.


Quelle: Dirk Scherer von Bestbed

Die Bedienung:
Das Personal war sehr freundlich, spricht sehr gut Deutsch und die benutzten Teller waren fast schneller abgeräumt als man sich Essen nachholen konnte. Respekt.

Ich kann den Mongolengrill nur empfehlen, wenn man nicht gerade ein romantisches Dinner für zwei oder die Familienfeier mit Oma & Opa durchführen will.
Einige Gäste dürften hier eventuell überfordert sein.

Nov 05

Diesmal ein kurzer Testbericht von einem italienischen Restaurant namens La Pergola in der Nähe von Stuttgart – in Weilimdorf um genau zu sein. Der Italiener liegt relativ Nahe an der Autobahn A81 und man erreicht das Lokal in ca. 4-5 Minuten. (Dietzinger Str. 14 – 70499 Stuttgart-Weilimdorf – fürs Navi)

Es passen vielleicht 40-50 Gäste in die übersichtlichen aber gemütlichen Räumlichkeiten. Die Karte bietet die üblichen Gerichte – Pizza, Pasta, Fleisch und Fisch.
Die Bandnudeln mit Steinpilzen und Trüffelsauce für 11.-€ sind mir sofort ins Auge gestochen – Julia hatte eine Pizza.

Was soll ich sagen:
Die Pizza war super wie man es von einem echten italienischen Restaurant erwartet. Die Nudeln mit Steinpilzen haben aber alles getoppt. Leicht al dente, nicht zuviel Butter und etwas Trüffelöl. Einfach genial.

Für einen Nachtisch hat es leider nicht mehr gereicht da die Portion relativ groß war. Wer aber mal in die Gegend kommt…meine Empfehlung!

Okt 23

Wie der ein oder andere sicher schon festgestellt hat, sind sowohl Kasti als auch die S-Bar derzeit geschlossen und suchen neue Besitzer / Betreiber.
Zumindest im Falle der S-Bar ist Besserung in Sicht – Ende des Jahres soll diese unter neuem Namen und neue Konzept neu eröffnet werden.

Laut Inhabern soll “das Konzept dem des Chase in Würzburg ähnlich sein. Stylische und stilvolle Atmosphäre und dazu eine crossover Küche. In der Bar werden alle Arten von Cocktails angeboten und auch immer mal ein DJ für lassige Musik sorgen. Auch Live-Musik wird es immer wieder mal geben und andere Events.”

Das Ziel ist es “in Kooperation mit MainStil, Cambrinus, usw. Kitzingen mehr Leben zu geben.”

Klingt in meinen Augen super und wünschenswert, dass es klappt.

Gleichzeitig gibt es derzeit eine Namenssuche inkl. Prämierung. Wer den besten Einfall für einen Namen hat, gewinnt ein exclusives Candle-Light-Dinner für zwei Personen.
Einfach an NoName-Kitzingen@freenet.de mailen.

Jul 28

Vor vier Wochen erst hatte ich Trauriges zu berichten. Meine eine Großmutter war verstorben.
Heute abend folgte meine andere Oma. Anfang 2011 hatte beide von Ihren Krankheiten und damit verbundenen Diagnosen erfahren und nun sind bei nur ca. 6 Monate von uns gegangen.

Meine Oma Hilde war immer sehr agil, ja fast schon hyperaktiv – im positiven Sinne.
Ein kleines Persönchen, dass sich nach Verlust von Haus und Heimat in Schlesien zusammen mit Ihrem zukünftigen Mann und ihrer Schwester nach Kitzingen durchgeschlagen hat und bei null anfangen musste. Leider verstarb mein Opa ca. 20 Jahre nach der Flucht aus Peiskretscham und meine Oma musste ihre beiden Kinder alleine groß ziehen. Damals war dies alles andere als leicht.

Sie hat sich Zeit Ihres Lebens alleine durchgekämpft und war immer aufgeschlossen für Neues, auch wenn die Sache mit PC und Handy dann doch zu modern war – was nicht bedeutet, dass sie sich nicht dafür interessierte. Wer rastet, der rostet! Langlaufen, Wandern, Autofahren. Fehlte eigentlich nur noch ein Bungee-Sprung.

Besonders toll waren Ihre schlesischen Rezepte. Drachenklöße (schlesische Klöße), Graupenwurst und Mohnkuchen aus frischem Mohn ohne diese ekligen Rosinen.

Aus diesem Grund will ich als Andenken ein Rezept von Ihr verewigen welches noch in Altdeutsch (!?) geschrieben vor mir liegt.
Das Highlight von jedem Weihnachten – Gewürzplätzchen mit Zitronensaftglasur!
Danke für alles Oma!

kleine Gewürzkuchen / Gewürzplätzchenrezept:
Zutaten für den Teig:
320g Weizenmehl, 1/2 Päkchen Dr. Otkers “Backin” (Backpulver?), 50g Kakao, 300g Zucker, 2 Eier, 125g Butter, 1/2 Esslöffel gemahlene Nelken (ca. 4g), 1 gestrichener Teelöffel Zimt (3g) und 1/2 Muskatnuss (gerieben)
Zutaten für den Guss:
150g Puderzucker, etwa 2 Esslöffel kalten Wasser und Zitronensaft

Zubereitung:
Backpulver und Mehl mischen, Zucker, Kakao und die beiden Eier dazugeben. Nun wird alles messerdick ausgerollt, die kalt gestellte Butter (in kleinen Stücken) sowie Gewürze werden hinzugefügt und vermengt alles mit dem Handballen zu einem fetten Kloß.
Den Teig rollt man nun erneut messerdick aus und sticht mit runden Förmchen Plätzchen heraus. Diese werden bei leichter Hitze ca. 20 Minuten gebacken.
Erkaltet werden diese mit dem Zitronenzuckerguss überstrichen.

Fertig sind süße und gleichzeitg saure, aber erfrischende Plätzchen die nicht ganz so dick auftragen wir ihre Artgenossen.

Wer auch immer dieses Rezept kopiert bzw. ausprobiert soll kurz an meine Oma denken – in memoriam.

Jul 16

Stammkunden von Kervan (der Dönerladen in der Falterstraße) werden es die letzten Wochen schon mitbekommen hab, das ein Umzug in neue Räumlichkeiten bevorsteht.
Nach viel hin und her ist der Umbau der ehemaligen Textilwäscherei Tüncher und des daneben liegenden Gebäudes (vorher Solarium / Massagerollenstudio / Teppichhandel) abgeschlossen und Kervan ist jetzt ein richtig gemütliches Restaurant / Lokal geworden mit Sitzmöglichkeiten sowie viel mehr Fläche.
Das neu eröffnete Ladenlokal liegt direkt am Falterturm, neben Optiker Herbach bzw. gegenüber vom Würzburger Hof.

Es soll ab sofort mehr türkische Spezialitäten, Kaffee und Eis geben. Da macht die Mittagspause doch gleich mehr Spaß :)

Hier zwei Schnappschüsse: