Wahlen in Kitzingen – Teil 2

Nach der letzten Wahlkampfwerbewelle vor ca. zwei Wochen, war im „markt“ wieder ein Stoß an Fylern und Werbezettelchen anbei. Schauen wir uns doch mal an, wie sich die Parteien bzw. OB-Kandidaten darstellen:

  1. Kathleen Regan-Kaufold von den freien Wählern

Laut Werbezettelchen „DIE mit dem Doppelnamen“!? Im ersten Moment dachte ich eher an „Die mit dem roten Halsband„. Welcher Werbetexter denkt sich sowas aus? Wieso sollte ich jemand mit einem Doppelnamen besonders toll finden? ❓

Die Ziele finde ich teilweise etwas „utopisch“. Kitzingen als Bildungsstandort? Klima- und Umweltschutz groß schreiben?

Wir haben ein Gymnasium, eine Realschule, eine FOS und zwei Hauptschulen sowie unsere VHS. Ein Bildungsstandort ist für mich aber auch eine Stadt mit funktionierender Wirtschaft, wo das Wissen von Generation zu Generation oder in Form von Fortbildungen weitergegeben wird. Forschung und Weiterbildung. Dazu noch eine Uni und Fachholschule. Hat Kitzingen aber alles nicht 🙁

Wenigstens spricht die Leitung der techn. Abteilung bzw. Abteilung Soziales für sie. Hat also mehr Ahnung vom Amtsschimmel als so manch anderer.

  1. Dieter Sycha von der SPD

„Main Kitzingen gemeinsam bewegen“. Hmmm. Lautmalerisch könnte „Mein Kitzingen gemeinsam bewegen“ gemeint sein. Aber wieso gehört Kitzinger einer Person und wir wollen es gemeinsam bewegen? Komische Sache das.

Auf den nächsten Seiten des Flyers folgt was OB Moser alles erreicht hat. Was lesen wir dort? In den letzten 8 Jahren wurden an vier Schulen einige Betreuungen eingerichtet. Super.

Ansonsten zielt der ganze Flyer nur auf Mittagsbetreuung, Schule, Kinderbetreuung ab. Alles wird familienfreundlicher.

Ist sicher alles auch ein wichtiger Punkt. Aber was zum Teufel ist mit der Wirtschaft? Innenstadt? Flugplatz? Leerstehende Kasernengelände? Ansiedlung von Mittelstand?

Sorry, aber für mich stellt der Flyer eher ein Armutszeugnis dar, dass die letzten 8 Jahre vieles versäumt und verschlafen wurde!

  1. CSU – Kreistagsnominierte

Man nehme einige der Nominierten für den Landkreis, stelle sie vor das Landratsamt und packe drei mehr oder weniger bekannte CSU Größen dazu. Das zieht sicher!

Mag sein. Nur bei mir nicht. Michael Gloß war in Bayern ein guter Politiker. Aber in Berlin duckt er zu häufig ab und fällt als Wirtschaftsminister so gut wie gar nicht auf. Keine Reformen, keine großen Würfe.

Die Übersichtskarte ist dafür wie gehabt schön gemacht. Wer kommt woher, Alter, Beruf. Für jeden was dabei. 🙂

Von mir werden definitiv nur Leute aus der Wirtschaft eine Stimme erhalten. Diese wissen am ehesten, wie man einen Landkreis = Firma erfolgreich leitet bzw. beeinflußen kann.